Die OÖ Initiative Energiegemeinschaften

Die OÖ Initiative Energiegemeinschaften


Der Energiesparverband des Landes Oberösterreich ist die Anlaufstelle für Energiegemeinschaften in Oberösterreich und unterstützt Projekte rund um dieses Thema.

Was ist eine neue "erneuerbare Energiegemeinschaft"? Welche Vorteile bietet sie?

Die "Erneuerbaren Energiegemeinschaften" (EEGs) bieten neue Möglichkeiten in Richtung 100 % lokaler erneuerbarer Energieversorgung. In diesen Energiegemeinschaften ist es möglich, erneuerbaren Strom gemeinsam zu erzeugen, zu speichern und zu nutzen. BürgerInnen, Gemeinden und KMUs können sich lokal zusammenschließen und mit dieser neuen Form der "Sharing Economy" die Energiewende gemeinsam vorantreiben. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) legt die rechtlichen Rahmenbedingungen für die EEGs fest und liegt derzeit im Entwurf vor.

Erzeugung und Verbrauch der EEG muss im gleichen Bereich eines Nieder- oder Mittelspannungsnetzes (Netzebenen 5, 6, 7) desselben Verteilnetzbetreibers liegen. Innerhalb dieser Gemeinschaft dürfen EEGs selbst erzeugten erneuerbaren Strom verbrauchen, speichern oder verkaufen.

EEGs agieren gemeinnützig ohne vorrangige Gewinnabsicht - sie dienen dazu, neue Beteiligungsmöglichkeit für BürgerInnen, Gemeinden und KMUs an der Energiewende zu schaffen und einen Beitrag zur dezentralen und erneuerbaren Energieversorgung zu leisten.  

EEGs können entsprechende Förderungen für neue erneuerbare Energie-Anlagen in Anspruch nehmen, zusätzlich werden sie noch von der geplanten Befreiung vom Ökostromförderbeitrag, dem Entfall der Elektrizitätsabgabe und reduzierten Netznutzungsentgelten profitieren.

Wer kann mittun, wer nicht?

Mitglieder einer Energiegemeinschaft können BürgerInnen, Gemeinden und andere öffentliche Einrichtungen sowie KMUs sein, deren Erzeugungs- oder Verbrauchsanlagen im Gebiet einer EEG liegen.

Innerhalb einer EEG müssen Verbrauch und Erzeugung der Mitglieder innerhalb des Konzessionsgebiets desselben Netzbetreibers folgendermaßen verbunden sein:

  • über ein Niederspannungs-Verteilernetz und den Niederspannungsteil derselben  Transformatorstation (Lokalbereich) oder
  • über das Mittelspannungsnetz und die Mittelspannungs-Sammelschiene im Umspannwerk (Regionalbereich)


Das Gebiet der EEG muss innerhalb des Konzessionsgebietes desselben Verteilnetzbetreibers liegen und dort über die Netzebenen 5-7 verbunden sein. Nicht mittun können alle jene Erzeuger und Verbraucher, die außerhalb dieses Gebietes liegen. Große Unternehmen können keine Mitglieder sein. Sie könnten aber z.B. als Dienstleister eingebunden werden.

Wie ist die EEG organisiert?

Eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft besteht aus ihren Mitgliedern (zumindest 2) und hat eine eigene Rechtspersönlichkeit, ihr Hauptzweck darf nicht im finanziellen Gewinn liegen. Alle wesentlichen Fragen sind in einem "EEG-Gründungsdokument" geregelt, das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) sieht dafür eine Reihe von Mindestinhalten vor. Voraussichtlich werden viele EEGs als Vereine oder Genossenschaft organisiert sein. Rechtlich möglich wären auch eine Personen- oder Kapitalgesellschaft oder ähnliche Vereinigung mit Rechtspersönlichkeit.

Die vorliegenden Informationen wurden auf Basis des EAG-Entwurfs erstellt und sind daher noch vorläufig. Der OÖ Energiesparverband übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der auf dieser Internetseite zur Verfügung gestellten Informationen.

Beratungsanfrage

Ich interessiere mich für eine Beratung des OÖ Energiesparverbandes zum Thema Energiegemeinschaften. Bitte um Kontaktaufnahme.

OÖ Förderprogramm "Erneuerbare Energiegemeinschaften EEG"

Gefördert werden

Das Land Oberösterreich will die Entwicklung von EEGs vorantreiben und unterstützt daher mit einer neuen Förderung die Entwicklung und Vorbereitung von Energiegemeinschaften.

Gefördert werden Gemeinden, Vereine, Genossenschaften, KMUs und konfessionelle Einrichtungen.


Förderungsfähige Maßnahmen

Gefördert werden die für die Errichtung einer erneuerbaren Energiegemeinschaft notwendigen detaillierten technischen, rechtlichen und ökonomischen Analysen in Oberösterreich (z.B. Kosten für technisch-wirtschaftliche Analysen oder Rechtsberatung).


Förderkriterien & Förderhöhe

Das Ausmaß der Förderung beträgt bis zu 80 % der anrechenbaren Kosten, die Gesamtförderung ist mit max. 10.000 Euro begrenzt. Der Fördersatz erhöht sich um 10%, wenn das Projekt in einer EGEM- oder Klimabündnis-Gemeinde ist.

Vor Beantragung der Förderung ist mit dem OÖ Energiesparverband Kontakt aufzunehmen, der eine kostenlose Grobanalyse durchführt. Dabei werden bereits vorliegende Unterlagen/Konzepte/Untersuchungen oder Analysen berücksichtigt.

Kontaktaufnahme betreffend Förderung: office(at)esv.or.at

Beratungsanfrage


Nähere Information und Förderkriterien

Land OÖ, Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft,  Abteilung Umweltschutz
T: 0732-7720-145 01

 

Energiesparverband OÖ
Landstraße 45
​​​​​​​A-4020 Linz

Anfahrt anzeigen​​​​​​​

Kontakt

0732 / 7720-14380

oder per Mail office(at)esv.or.at​​​​​​​