Rückblick - Ökoenergie on tour in SolarCity

Das war die Ökoenergie-Tour in die SolarCity:

Die erste von insgesamt 3 Ökoenergie-Touren im Jahr 2004 führte in die SolarCity, einem neuen Stadteil in Linz/Pichling, und war ein voller Erfolg. Bei sommerlicher Hitze informierten sich ca. 50 Personen über ausgesuchte Beispiele für Solararchitektur und Niedrigenergie- bzw. Passivhausbauweise in öffentlichen Gebäuden und im sozialen Wohnbau.

Ein besonderes Highlight war der Vortrag über die "gap-solar"-Fassade am Haus der GIWOG, ein hocheffizientes Wärmedämmsystem, das in der Funktionsweise der transparenten Wärmedämmung ähnlich ist.

Bereits die Busfahrt nutzten viele Teilnehmer/innen, um neue Kontakte zu knüpfen oder Erfahrungen auszutauschen. Die informativen Ausführungen von Planern und Technikern und die aktive Beteiligung der Teilnehmer/innen trugen sehr zum Gelingen dieser Tour bei.

 

Programm

Termin: 8. Juni 2004, 13.45-17.45
Treffpunkt: vor dem Landestheater Linz, Promenade


Kindergarten SolarCity

Das Projekt Kindergarten SolarCity vereint in optimaler Weise Solarenergienutzung, Energieeffizienz und architektonische Aspekte. Der Kindergarten wurde vom Architekturbüro Schimek in Linz geplant und nahm im März 2003 den Betrieb auf.

Eine 100 m² große Photovoltaikanlage erzeugt jährlich 10.000 kWh elektrische Energie. Eine 120 m² große Luftkollektoranlage erwärmt einen Geröll-Wärmespeicher, aus dem in der Heizperiodeüber das Lüftungssystem das Gebäude beheizt wird. Für die Warmwasserbereitung steht eine 40 m² große thermische Solaranlage zur Verfügung.

Den mittlerweile vier Kindergarten- und zwei Krabbelstubengruppen steht ein modernes, großzügiges Haus mit viel Platz zum Spielen zur Verfügung. Durch die Glasfronten im Eingangsbereich strömt Tageslicht ins Innere und sorgt für eine helle und freundliche Atmosphäre.


Wohnanlage der GWG

Die Wohnanlage der GWG (Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz GmbH) in der SolarCity im Linzer Stadtteil Pichling umfasst insgesamt 5 Häuser mit 151 Wohneinheiten. 3 Häuser wurden bereits im März 2003 bezogen. Die beiden anderen Häuser sind gerade in Bau. Die 3 bereits bezogenen Gebäude haben zusammen eine Sonnenkollektorfläche von 252 m2, auf den beiden in Bau befindlichen Gebäuden wird eine Fläche von 140 m2 installiert.

Die Häuser der GWG erreichen mit einer Energiekennzahl von 30 kWh/m2a Niedrigenergiehausstandard.


Wohnanlage der GIWOG (Haus 1 & 5)

Eine Besonderheit dieser beider von der GIWOG errichten Häuser stellt die transparente Wärmedämmung dar. Dabei wird hinter Glas eine eingefärbte Solarwabe aus Zellulose eingesetzt. Die tiefstehende Wintersonne dringt in die Solarwabe ein und erwärmt diese. "Dämmen mit Licht" ist also ein treffender Ausdruck für diese Wandkonstruktion.

Beide Häuser sind Passivhäuser und verfügen über eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Der jährliche Heizwärmebedarf der Gebäude beträgt 7,3 kWh/m2a (Haus 1) bzw. 14,8 kWh/m2a (Haus 5).

Im Haus 1 befinden sich 24 Wohneinheiten auf 4 Geschoßen, das Haus 5 enthält 18 Wohnungen bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von jeweils 78 m2. Die Häuser werden voraussichtlich im September 2004 fertiggestellt.