Stromspar-Infos für Büros



Richtwerte

Benchmarks für "kleinere" Büros, Stromverbrauch ohne Heizung und Lüftung



Stromkosten vor und nach der Umsetzung von Stromspar-Maßnahmen



Neukauf von Bürogeräten



Anteile der Bürogeräte am Stromverbrauch

 

 

Stromspartipps für Büros:

Monitore

Monitore haben ein hohes Stromsparpotenzial, da sie üblicherweise während der gesamten Arbeitszeit eingeschalten sind.

Tipps für den Betrieb

  • Monitor in Arbeitspausen (ab ca. 10 Minuten) abschalten
  • Außerhalb der Arbeitszeit, Monitor & PC vollständig vom Netz trennen (schaltbare Steckdosenleiste)
  • Keine Bildschirmschoner verwenden
  • Bildschirmhelligkeit nicht zu hoch einstellen (50-70% Einstellung reduziert die Stromaufnahme um 5-10 Watt)


Desktop PC

Vor der Beschaffung, Anforderungen an den PC überlegen (je höher die Taktrate der Grafikkarte und des Prozessors, desto höher ist auch der Stromverbrauch).
 
Tipps für den Betrieb

  • PC nach Arbeitsende vollständig vom Stromnetz trennen (schaltbare Steckdosenleiste)
  • Stromsparfunktion des PCs aktivieren: Power Management (Energieverwaltung, Energieoption) so programmieren, dass einzelne Systemkomponenten automatisch abschalten, wenn sie nicht benötigt werden.
  • Der Computer kann auch so programmiert werden, dass er bei Betätigen des Hauptschalters oder einer Taste in den Ruhezustand fährt.


Notebook

Notebooks benötigen im Vergleich zu PCs mit vergleichbarer Leistung und Ausstattung rund 70 % weniger Strom.
 
Tipps für den Betrieb

  • Bildschirmschoner deaktivieren
  • Notebook nach Arbeitsende vollständig vom Stromnetz trennen (schaltbare Steckdosenleiste)
  • Stromsparfunktion des Notebooks aktivieren: Power Management (Energieverwaltung, Energieoption) so programmieren, dass einzelne Systemkomponenten automatisch abschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Das Notebook kann auch so programmiert werden, dass er bei Betätigen des Hauptschalters oder einer Taste in den Ruhezustand fährt.
  • Aktivierung der integrierte Energiesparfunktionen des Laptops hilft auch den Akku zu schonen.


Drucker

Drucker verbringen die meiste Zeit in "Warteposition" auf einen Druckauftrag und verbrauchen dabei Strom. Nur rund 30 % des Stroms werden zum eigentlichen Drucken aufgewendet. Der Stromverbrauch wird wesentlich davon mitbestimmt, welches Format verarbeitet werden kann, welche Druckgeschwindigkeit das Gerät beherrscht und ob auch farbig gedruckt werden kann.

Tipps für den Betrieb

  • Stromsparfunktion der Geräte nutzen: Stromspareinstellung überprüfen und an den Bedarf anpassen
  • Duplex-Funktion nutzen und überlegen, ob alle Druckaufträge erforderlich sind
  • Netzwerk-Drucker können mit einer Zeitschaltuhr zu festgelegten Zeiten abgeschalten werden
  • nach Arbeitsende und am Wochenende, Drucker komplett vom Netz trennen (schaltbare Steckdosenleiste)
  • gemeinsame Nutzung von Druckern spart Strom, Platz und senkt Wärme- & Lärmbelastung.
  • Einstellung "normale Qualität" (statt "optimal") spart Energie und Toner und erhöht die Druckgeschwindigkeit


Kopierer

Kopierer werden fast immer nur für kurze Phasen benötigt. Einen großen Anteil am Stromverbrauch hat meist der Standby-Betrieb.

Tipps für den Betrieb

  • Stromsparfunktion der Geräte nutzen: Stromspareinstellung überprüfen und an den Bedarf anpassen
  • Duplex-Funktion nutzen (beidseitiges Bedrucken des Papiers) und überlegen, ob alle Kopieraufträge erforderlich sind
  • nach Arbeitsende und am Wochenende, Kopierer komplett vom Netz trennen (schaltbare Steckdosenleiste)
  • Einstellung "normale Qualität" (statt "optimal") spart Energie und Toner und erhöht die Geschwindigkeit.


Fax-Geräte

Fax-Geräte sind ständig in Bereitschaft und verbrauchen 24 Stunden pro Tag Strom! Wenn Sie wenig Faxe empfangen (senden), könnten Sie überlegen, ohne Fax auszukommen.

Möglichkeiten, Faxdokumente ohne Faxgerät zu senden und zu empfangen:

  • Virtuelles Fax: Ausgehende Dokumente lassen sich via PC-Internetdienste auf Faxnummern senden. Es kann auch eine virtuelle Faxnummer abonniert werden. Die eingehenden Dokumente werden dann auf eine vordefinierte e-Mail-Adresse geschickt.
  • Faxprogramm: Es gibt vorinstallierte Faxprogramme auf Windows XP oder Vista sowie spezielle Programme, um Faxdokumente zu senden. Der Faxempfang setzt aber voraus, dass der PC ständig eingeschaltet bleibt, was zu unnötig hohem Stromverbrauch führt.
  • Server-Faxfunktion: Damit PCs mit Faxprogrammen nicht rund um die Uhr eingeschalten werden müssen, kann das Fax-Modem auf einem eigenen Server installiert werden, der nicht ausgeschaltet wird.

 

Standby-Verbrauch

"Standby"-Verbrauch bezeichnet den Energieverlust im Bereitschafts-, Warte- und im Schein-Aus-Zustand eines Gerätes. Viele Bürogeräte verbringen ihre meiste Zeit in diesem Zustand und verbrauchen dabei mehr Strom als beim eigentlichen Betrieb wie Drucken, Kopieren, Faxen etc.

Tipps zur Reduzierung des Standby-Verbrauchs:

  • Geräte vollständig vom Netz trennen (Hauptschalter, Stecker ziehen, Steckdosenleiste)
  • Netzteile nach dem Laden aus der Steckdose ziehen
  • beim Gerätekauf auf geringen Standby-Verbrauch achten
  • Energiesparmodus der Geräte optimal einstellen


Betriebszustände von Bürogeräten

mehr Stromverbrauch im Standby als bei Nutzung

 

 

Steckdosenleisten & Co

  • schaltbare Steckerleisten (mit Fußschalter)
  • Steckerleiste mit Master/Slave-Funktion
  • Steckdosenschalter
  • Stromsparbox (z.B. Power Safer)
  • Vorschaltgerät
  • Zeitschaltuhr (digital, mechanisch)
  • Bewegungsmelder


Beleuchtung

Die Beleuchtung ist in vielen Büros für den größten Teil des Stromverbrauchs verantwortlich. Auch ohne große Investition in eine neue Beleuchtungslösung kann mit einfachen Maßnahmen Strom gespart werden. Dimmen und abschalten reduzieren den Stromverbrauch am meisten.

Tipps & Kennzahlen:

  • Fenster freihalten, Tageslicht nutzen
  • Abschalten
  • Wartung und Reinigung
  • Richtwert Stromverbrauch: 32 kWh/m2a bei bestehender Anlage, unter 20 kWh/m2a bei Neuanlage


Haushaltsgeräte im Büro

Auch Haushaltsgeräte, zum Beispiel in der Kaffeeküche, tragen mehr als Sie glauben zum Stromverbrauch im Büro bei.
Kühlgeräte, Geschirrspülmaschinen, Mikrowellen oder Kaffeeautomaten - alle diese Elektrogeräte wirken sich auf die
Stromrechnung aus. Wer sie clever nutzt, kann ohne Komforteinbußen Strom sparen.

Tipps für den Betrieb:

  • Kühlgeräte: Häufiges und langes Öffnen vermeiden, Türdichtungen regelmäßig kontrollieren und reinigen
  • Geschirrspüler: Energiesparprogramm nutzen, nur voll beladen einschalten
  • Wasserkocher verwenden
  • Mikrowelle für das Aufwärmen kleiner Speisen verwenden
  • Kaffeemaschine & Co: heiße Getränke in Thermoskannen, statt auf der Warmhalteplatte der Kaffeemaschine warmhalten. Schaltbare Steckdosenleiste zum vollständigen Abschalten verwenden.

Überraschende Stromverbraucher:

  • bei alten Kühlgeräten Austausch überlegen
  • Verantwortlichkeiten regeln
  • Espressomaschinen und Wasserkühlgeräte ev. mit Zeitschaltuhr über Nacht abschalten
  • Kühlgeräte gemeinsam nutzen

Praxisbeispiel: Warmhalten von Kaffee über 2 Stunden


 

Richtiges Lüften

Die Luftqualität am Arbeitsplatz hat einen wesentlichen Einfluss auf die Behaglichkeit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter/innen. Deshalb ist eine regelmäßige Zufuhr von Frischluft notwendig.

Tipps zur Fensterlüftung:

  • Nutzen Sie im Winter Stoß- oder Querlüftung zum Luftwechsel
  • Dauerhaft gekippte Fenster im Winter führen zu großen Wärmeverlusten
  • Im Winter mehrmals am Tag mit weit geöffnetem Fenster für etwa 5 Minuten lüften, wenn möglich, dabei die Heizung abdrehen
  • Nachtlüftung prüfen: Im Sommer empfiehlt es sich in den Nachtstunden zu lüften, um mit der kalten Nachtluft die Räume abzukühlen (führt zu einer Verringerung der Tageshöchsttemperatur der Räume von ca. 3 bis 4°C).
  • Informieren Sie sich über die Möglichkeiten, Fenster "sicher" über Nacht einen Spalt offen zu haben.