Energie-effiziente Straßenbeleuchtung

Die Straßenbeleuchtung muss unterschiedliche Interessen, Anforderungen, Wünsche und Bedürfnisse erfüllen und zugleich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der öffentlichen Haushalte berücksichtigen.

Die Qualität einer normgerecht ausgeführten Straßenbeleuchtung steigert die Wohnqualität und die Zufriedenheit der Bürger/innen. Sie schützt die Umwelt durch Vermeidung von Lichtimmissionen, hilft Energie zu sparen und gewährleistet die persönliche Sicherheit der Anrainer/innen. Sie dient dem Schutz des Eigentums und bewahrt vor Unfällen.

Die Straßenbeleuchtung ist für bis zu 45 % der gesamten Stromkosten einer durchschnittlichen Gemeinde verantwortlich und stellt damit einen wichtigen Kostenfaktor in der Gemeinde dar. Neben den Kosten ist auch die Betriebssicherheit ein wichtiges Thema, denn mit dem Betrieb der Straßenbeleuchtungsanlage hängen auch Haftungsfragen zusammen.



Bereits mit der heute verfügbaren Technik kann der Energieverbrauch der Straßenbeleuchtung um mehr als 50 % gesenkt werden. Zwar ist eine moderne, energiesparende Straßenbeleuchtung in der Anschaffung zumeist teurer, auf längere Sicht werden aber damit die Betriebskosten erheblich gesenkt. Zudem wird in der Regel auch die Lichtqualität deutlich verbessert. Hier kann Energie-Contracting einen wichtigen Beitrag leisten. Jedenfalls lohnt sich der Umstieg, wenn ohnehin Maßnahmen anstehen. Aber auch wenn die Straßenbeleuchtung nicht komplett ausgetauscht bzw. neu errichtet werden soll, gibt es Möglichkeiten, Strom zu sparen und die Beleuchtungssituation zu verbessern.

Einen wichtigen Aspekt im Bereich der Straßenbeleuchtung bringt die EU-Verordnung Nr. 245/2009, durch die ineffiziente Beleuchtungstechnologien schrittweise vom Markt genommen werden. Dies betrifft vor allem Quecksilberdampf-Hochdrucklampen und Natriumdampf-Hochdruck-Plug-in-Lampen.

>>> Schritt für Schritt zur energie-effizienten Straßenbeleuchtung

Umsetzung mit Contracting

Eine Möglichkeit, die Sanierung von Straßenbeleuchtung ohne gemeindeeigene Investitionsmittel zu finanzieren und umzusetzen, bietet Contracting. Dabei wird die Straßenbeleuchtung von einem spezialisierten Unternehmen, dem Contractor, geplant, errichtet und finanziert. Refinanziert wird die Investitionen durch die erzielte Energieeinsparung. Diese Finanzierungs- und Betreiberinstrument wird vom Land gefördert.

Der OÖ Energiesparverband berät Gemeinden und Contractoren bei Fragen rund um Straßenbeleuchtung und Energie-Contracting. Gerne stehen wir Ihren Fragen rund um Straßenbeleuchtung und Contracting zur Verfügung.

So können Sie mit uns Kontakt auf nehmen:
telefonisch: 0732-77-20-14380
oder per eMail: officeesv.orat
oder per Kontaktformular

Weitere Informationen zu Energie-Contracting.

 

 

"OK und KO Faktoren" für Contracting in der Straßenbeleuchtung

Wenn Sie für Ihre Gemeinde alle oder fast alle Fragen in der Tabelle mit "JA" beantworten, dann könnte Energie-Contracting in Ihrem Fall eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung zur Sanierung der Straßenbeleuchtung (oder Teilen davon) darstellen.

 Positive / negative Faktoren für Contracting zur Sanierung der Straßenbeleuchtung
 JA  
NEIN  

 Anlage älter als 10 Jahre

 Länge der Straße, die saniert werden soll, ist mehr als 1 km
 die jährlichen Wartungskosten liegen über 15 Euro pro Lichtpunkt
 die jährliche Brenndauer ist mehr als 3.600 Stunden
 es gibt keine Nachtabschaltung bzw. Nachtabsenkung
 die Aufbringung von Investitionsmittel durch die Gemeinde ist schwierig

 

 

 

EU Projekt

Der OÖ Energiesparveband koordiniert zum Thema Straßenbeleuchtung mit LED und Contracting-Lösungen ein EU-weites Projekt. Insgesamt sind am "Streetlight-EPC-Projekt" 19 Partner aus ganz Europa (9 Regionen, 9 Städte, 1 Europäisches Netzwerk) beteiligt. Neben verschiedenen bewusstseinsbildenden sowie Aus- & Weiterbildungs-Maßnahmen wird im Rahmen des Projektes auch die Umsetzung von LED-Straßenbeleuchtungsprojekten unterstützt. Projekt-Homepage: www.streetlight-epc.eu (nur Englisch)


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