Gemeinde-Energie-Programm "GEP"

Worum geht es?

Gemeinden nehmen eine wichtige Rolle bei der Erreichung der Ziele der oö. Landesenergiestrategie ein. Das Gemeinde-Energie-Programm "GEP" soll zusätzliche Impulse für energierelevante Investitionen in OÖ setzen und einen Beitrag zur Verbesserung der örtlichen Energiesituation leisten.


Wer wird gefördert?

Oberösterreichische Gemeinden

Was wird gefördert?

  • Fördergegenstand A)
    Die Vorbereitung und detaillierte technische Analyse
    für konkrete größere Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen und Maßnahmen im Bereich erneuerbarer Energie in öffentlichen Nichtwohngebäuden und öffentlichen Anlagen.
  • Fördergegenstand B)
    Informationsmaßnahmen der Gemeinde in Bezug auf geplante Projektumsetzungen von Punkt "A" im Bereich Energieeffizienz, -erzeugung und -infrastruktur.
  • Fördergegenstand C)
    Anlagenoptimierung wie
    • die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs bei bestehenden Heiz- und Warmwasseranlagen
    • die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heiz- und Warmwassersystem (z. B. Heizungspumpentausch, Optimierung der Heizkurve, Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung sowie Einsatz von Einzelraumreglern)
    • Beleuchtungsoptimierung und LED-Systeme in Bestandsgebäuden sowie Smart-Home-Technologien

Wie hoch ist die Förderung?

Fördergegenstand A) – Technische Analyse: Förderungsrelevante Kosten und Details

FÖRDER-
GEGENSTAND A)
FÖRDERSATZ Land
Basisförderung 80% der förderungsfähigen Nettokosten
Zuschläge 10% für Gemeinden, deren aktuelle Finanzkraftkopfquote lt. Bezirksumlagegesetz einen Wert von 1.000 € unterschreitet.

10% für Klimabündnis-EGEM-Gemeinden

(Zuschläge kumulierbar)
Maximale Gesamtförderung 10.000 Euro
Die Restfinanzierung muss gesichert sein.

Förderungsrelevante Kosten (ohne MWSt.) sind Ausgaben für:

Die Vorbereitung und detaillierte technische Analyse für konkrete Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen und Maßnahmen im Bereich erneuerbarer Energie in öffentlichen Nichtwohngebäuden und öffentlichen Anlagen.

Technische Kriterien:

  • Vor Beauftragung der detaillierten technischen Analyse ist eine kostenlose Grobanalyse durch den OÖ Energiesparverband (ESV) durchzuführen.
  • Die detaillierte technische Analyse ist von einem dazu befugten Planungsunternehmen durchzuführen.
  • Die Analyse muss neben dem technischen Teil sowohl die Abschätzung der Kosten der Einsparung als auch die Wirtschaftlichkeit der konkreten Maßnahmen enthalten.
  • Es ist nur eine einmalige Antragstellung pro Gemeinde möglich.

Fördergegenstand B) – Informationsmaßnahmen: Förderungsrelevante Kosten und Details

FÖRDER-
GEGENSTAND B)
FÖRDERSATZ Land
Basisförderung 50% der förderungsfähigen Nettokosten
Zuschläge 10% für Gemeinden, deren aktuelle Finanzkraftkopfquote lt. Bezirksumlagegesetz einen Wert von 1.000 € unterschreitet.

10% für Klimabündnis-EGEM-Gemeinden

(Zuschläge kumulierbar)
Maximale Gesamtförderung 2.000 Euro
Die Restfinanzierung muss gesichert sein.

Förderungsrelevante Kosten (ohne MWSt.) sind Ausgaben für:

Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, facheinschlägige Weiterbildung von Gemeindebediensteten, Gemeindeenergiestatistiken etc.

Technische Kriterien:

  • Auf Einladungen ist das Logo Land OÖ in ausreichender Größe zu platzieren.
  • Es ist nur eine einmalige Antragstellung pro Gemeinde möglich.

Fördergegenstand C) – Anlagenoptimierung: Förderungsrelevante Kosten und Details

FÖRDER-
GEGENSTAND C)
FÖRDERSATZ Land
Basisförderung 50% der förderungsfähigen energierelevanten Nettokosten
Zuschläge 10% für Gemeinden, deren aktuelle Finanzkraftkopfquote lt. Bezirksumlagegesetz einen Wert von 1.000 € unterschreitet.

10% für Klimabündnis-EGEM-Gemeinden

(Zuschläge kumulierbar)
Maximale Gesamtförderung 3.000 Euro pro Anlage/Gebäude-Standort

Förderungsrelevante Kosten (ohne MWSt.) sind Ausgaben für:

  • Einbau sowie Ersatz von zur Heizungsanlage zugehöriger Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Nutzerinterface
  • Einbau voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile und von Strangdifferenzdruckreglern zusätzliche Dämmung des bestehenden Verteilnetzes und des Speichers
  • Nutzerinterface und Smart Metering-Systeme für Wärme, auch als Multi-Sparten-Systeme inkl. Strom, Gas und Wasser
  • Einbau von hocheffizienten Zirkulationspumpen und Umwälzpumpen
  • Herstellung notwendiger Wand- und Deckendurchbrüche inkl. Dämmmaßnahmen in Einrohrsystemen Maßnahmen zur Volumenstromregelung
  • Umbau von Einrohrsystemen in Zweirohrsysteme
  • Ersatz und erstmaliger Einbau von Pufferspeichern (sofern nicht gefordert oder extra gefördert)
  • Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung
  • bei Biomasseanlagen: Errichtung eines integrierten oder nachgerüsteten Staubabscheiders
  • Beleuchtungsoptimierung und LED-Systeme in Bestandsgebäuden sowie Smart-Home-Technologien

Technische Kriterien:

  • Die Optimierungsmaßnahmen erfordern vor Umsetzung und Antragstellung grundsätzlich eine Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes.
  • Das Beratungsprotokoll/Konzept dient als Basis für die Beurteilung der Förderfähigkeit der geplanten Maßnahmen.
  • Die zu optimierende Energiegewinnungsanlage muss auf Basis erneuerbarer Energie oder Fernwärme betrieben werden und mindestens 5 Jahre, max. 15 Jahre alt sein; als Nachweis gilt das Jahresdatum der Rechnung für die Hauptkomponenten, das Protokoll der Inbetriebnahme oder ein sonstiger anerkennbarer und plausibler Nachweis über das Alter der Anlage - KEINE Förderung für NEUANLAGEN.
  • Pro Jahr können max. 3 Anlagen/Gebäude–Standorte zur Förderung beantragt werden.
  • Es darf für diese Maßnahme keine andere Landesförderung beantragt werden bzw. gewährt worden sein.
  • Die Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes muss entweder
    - im Rahmen einer Beratung durch den OÖ Energiesparverband oder
    - von einem befugten Installateur, Heizungsbauer bzw. von einem dafür befugten Unternehmen
    durchgeführt werden
  • Aus der Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes muss eine prognostizierte Energieeinsparung ersichtlich sein.
  • Die Optimierungsmaßnahmen müssen von einem befugten Installateur, Heizungsbauer bzw. von einem dafür befugten Unternehmen durchgeführt worden sein. [Hinweis: Die durchgeführten Maßnahmen müssen in der Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes enthalten sein!]
  • Beratungsprotokoll
  • Umsetzungsprotokoll

Wo erfolgt die Antragstellung?

  • Der Förderungsantrag an das Land Oberösterreich ist VOR Durchführung der Maßnahmen im Wege des OÖ Energiesparverbandes einzureichen.
  • Der Förderbetrag wird nach Umsetzung der Maßnahmen und Vorlage der Abrechnungsunterlagen sowie den Berechnungen der Energieeinsparung ausbezahlt.
  • Laufzeit: bis 31. Dezember 2019 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel (es gilt das Antragsdatum)

Weitere Information: