Bundes-Umweltförderung

Antragsteller:

  • Unternehmen und Gewerbebetriebe
  • Vereine und Konfessionsgemeinschaften
  • Körperschaften öffentlichen Rechts
  • Gebietskörperschaften, sofern ein Betrieb mit marktbestimmter Tätigkeit vorliegt
  • Contracting-Unternehmen
  • unter bestimmten Voraussetzungen: Landwirte, Gemeinden

Nicht gefördert werden natürliche und juristische Personen, soweit diese von anderen Förderungssystemen, insbesondere der Landwirtschafts- oder der Wohnbauförderung, gefördert werden. Anlagen für Objekte, die überwiegend Wohnzwecken dienen, werden im Rahmen der Wohnbauförderung abgewickelt und sind beim jeweiligen Bundesland einzureichen.


Bundes-Umweltförderung wird in verschiedene Förderprogramme unterteilt:

Altlasten, Energiesparen, Gebäude, Licht, Strom, Wärme, Wasser, Mobilitätsmanagement, Modellregionen, Fahrzeuge, etc.

Nähere Informationen zu den Förderungen der einzelnen Programme unter Kommunalkredit Public Consulting, www.umweltfoerderung.at.

 

 

Förderschwerpunkt "Energiesparen"

Energiesparmaßnahmen

Gefördert werden Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Energie bei gewerblichen und industriellen Produktionsprozessen sowie in bestehenden Gebäuden, wie z.B.

  • Wärmerückgewinnung bzw. Nutzung von bisher ungenutzten Wärmeströmen (z.B. Druckluftkompressoren, Industrieprozessen, Kälteanlagen, Lüftungsanlagen, Abwärme aus Abwässern) sowie Wärmepumpen zur Erschließung von Niedertemperaturabwärme
  • Heizungsoptimierung in Bestandsgebäuden (Nachrüstung Abluftwärmerückgewinnung, Drehzahl-regelungen, effiziente Pumpen, Steuerungstechnik) mit mindestens 10 % Energieeinsparung
  • Beleuchtungsoptimierung in Bestandsgebäuden durch Einbau von Vorschaltgeräten und sensor-geführter Regelung mit mindestens 10 % Energieeinsparung sowie Optimierungen bei der Straßen- und Außenbeleuchtung
  • Effizienzsteigerungen bei industriellen Prozessen und Anlagen mit einem maßgeblichen technologischen und ökologischen Unterschied zur Bestandsanlage

Förderhöhe:

  • Die Förderung beträgt bis zu 35 % (Betriebe) bzw. 18 % (Gemeinden) der förderungsfähigen Investitionsmehrkosten.
  • Bei Gemeinden ist die Beteiligung des jeweiligen Bundeslandes im Ausmaß von zumindest 12 % der beantragten Kosten erforderlich.
  • Antragstellung online unter www.umweltfoerderung.at (Betriebe) bzw. www.umweltfoerderung.at (Gemeinden)

 

 

LED-Systeme im Innenbereich

Gefördert wird die Umstellung von konventionellen Leuchten auf LED-Systeme sowie die zusätzliche Installation von Lichtsteuerungssystemen im Innenbereich. 

  • Die Förderung beträgt bis zu 700 €/kW Anschlussleistung (Betriebe) bzw. 15 % (Gemeinden) der förderungsfähigen Investitionsmehrkosten.
  • Bei Gemeinden ist die Beteiligung des jeweiligen Bundeslandes im Ausmaß von zumindest 12 % der beantragten Kosten erforderlich.
  • Die gesamte Anschlussleistung der installierten LED-Leuchten muss zumindest 500 Watt betragen.
  • Kommunalkredit Public Consulting, Serviceteam LED-Systeme, T: 01/31631-714
    www.umweltfoerderung.at (Betriebe), bzw. www.umweltfoerderung.at (Gemeinden)


Neubau in energieeffizienter Bauweise

Gefördert wird der Neubau von betrieblich genutzten Gebäuden der Gebäudekategorie 1 bis 12 (OIB Richtlinie 2011) in energieeffizienter Bauweise, deren standortbezogener spezifischer Heizwärmebedarf zumindest die Anforderungen der Gebäudeklasse A (Betriebe) bzw. A+ (Gemeinden) erfüllt.

  • Die Förderung beträgt bis zu 30 % (Betriebe) bzw. 15 % (Gemeinden) der förderungsfähigen Investitionsmehrkosten.
  • Bei Gemeinden ist die Beteiligung des jeweiligen Bundeslandes im Ausmaß von zumindest 12 % der beantragten Kosten erforderlich.
  • Der Antrag ist vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Leistungen zu stellen.
  • Kommunalkredit Public Consulting, Serviceteam Neubau in energieeffizienter Bauweise, T: +43 (0) 1/31 6 31-712, www.umweltfoerderung.at (Betriebe) bzw. www.umweltfoerderung.at (Gemeinden)


Sanierungsoffensive 2016

Der Sanierungsscheck des Bundes wurde per 24.10.2016 beendet!

Gefördert wurde die Verbesserung des Wärmeschutzes von betrieblich genutzten Gebäuden, mit einem Datum der erstmaligen Baubewilligung vor dem 1.1.1996.

  • Beispiele für förderungsfähige Projektteile:
    • Dämmung der Außenwände
    • Dämmung der obersten Geschossdecke bzw. des Daches
    • Dämmung der untersten Geschossdecke bzw. des erdanliegenden Fußbodens
    • Dämmung, Unterkonstruktion von hinterlüfteten Fassaden
    • Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren
    • Einbau von Wärmerückgewinnungsanlagen bei Lüftungssystemen im Zuge der thermischen Sanierung des Gebäudes
    • Außenliegende Verschattungssysteme zur Reduzierung des Kühlbedarfs des Gebäudes 
    • Zusätzlich werden auch Kosten für Planung (z.B. Energieausweis), Bauaufsicht und Baustellengemeinkosten als förderungsfähige Kosten anerkannt.
  • Die Förderung für Sanierungen beträgt bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten.

Genaue Informationen finden Sie im Informationsblatt.
Kommunalkredit Public Consulting, Serviceteam Thermische Gebäudesanierung, T: +43 (0) 1/31 6 31-712

 

 

Förderschwerpunkt "Wärme"

"Umweltfreundlich Heizen" - Fernwärmeanschluss < 400 kW

Gefördert werden die Neuerrichtung, Umstellung und Erneuerung von umwelt- und klimafreundlichen Wärmeerzeugern in den folgenden Bereichen:

  • Holzheizungen < 400 kWth
  • Fernwärmeanschlüsse < 400 kWth
  • Thermische Solaranlagen < 100 m²

Pauschale Förderung:

- Betriebe:

  • Holzheizungen (< 400 kWth):
    - 135 Euro/kW (0-50 kW)
    - 60 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)
  • Thermische Solaranlagen (< 100 m²):
    - 130 Euro/m² bei Standardkollektoren
    - 170 Euro/m² bei Vakuumkollektoren
    - 110 Euro/m² bei Luftkollektoren
  • Fernwärmeanschlüsse (< 400 kWth) Fernwärme aus Biomasse:
    - 62 Euro/kW (0-100 kW)
    - 32 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)
  • Fernwärmeanschlüsse (< 400 kWth) Fernwärme aus fossiler Energie:
    - 32 Euro/kW (0-100 kW)
    - 16 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)

- Gemeinden:

  • Holzheizungen (< 400 kWth):
    - 81 Euro/kW (0-50 kW)
    - 36 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)
  • Thermische Solaranlagen (< 100 m²):
    - 78 Euro/m² bei Standardkollektoren
    - 102 Euro/m² bei Vakuumkollektoren
    - 66 Euro/m² bei Luftkollektoren
  • Fernwärmeanschlüsse (< 400 kWth) Fernwärme aus Biomasse:
    - 37 Euro/kW (0-100 kW)
    - 19 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)
  • Fernwärmeanschlüsse (< 400 kWth) Fernwärme aus fossiler Energie:
    - 19 Euro/kW (0-100 kW)
    - 10 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)

  • Bei Gemeinden ist die Beteiligung des jeweiligen Bundeslandes im Ausmaß von zumindest 12 % der beantragten Kosten erforderlich.
  • Die Förderung ist mit maximal 30% der Investitionskosten begrenzt.
  • Darüber hinaus gibt es Zuschläge für den Einsatz von Holzheizungen bzw. Solaranlagen mit österreichischem Umweltzeichen und für die Kombination einer Solaranlage mit einer Holzheizung oder einem Fernwärmeanschluss.
  • Die Förderungsanträge sind nach Umsetzung der Projekte aber spätestens sechs Monate nach Rechnungslegung einzubringen.
  • Kommunalkredit Public Consulting, Serviceteam "Umweltfreundlich Heizen", T: 01/31631-714, www.umweltfoerderung.at (Betriebe) bzw. www.umweltfoerderung.at (Gemeinden)


Förderschwerpunkt „Wärme“ – Weitere Projektarten & Maßnahmen:

  • Wärme aus biogenen Ressourcen
    • Biomasse-Kraft-Wärme Kopplung
    • Energetische Nutzung biogener Roh- und Reststoffe
    • Herstellung biogener Brenn- und Treibstoffe
    • Holzheizungen zur Eigenversorgung
      • Gefördert werden Kesselanlagen, die mit Holzpellets oder Hackgut aus fester Biomasse betrieben werden. Die Förderung umfasst Investitionen für Holzheizungen zur zentralen Wärmeversorgung eines oder mehrerer betriebseigener Gebäude.
      • Übersicht der Bundes-Umweltförderung "Holzheizungen zur Eigenversorgung" für Betriebe
      • Übersicht der Bundes-Umweltförderung "Holzheizungen zur Eigenversorgung" für Gemeinden
    • Nahwärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger
      • Gefördert werden Biomasse-Heizzentralen, Wärmeverteilnetze zur großräumigen Wärmeversorgung Dritter, die Erneuerung von Kesselanlagen in Biomasse-Nahwärmeanlagen, die Erweiterung und Verdichtung von Fernwärmenetzen, die Optimierung von Nahwärmeanlagen, die hydraulische Optimierung von Abnehmern, Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungen und Anlagen zur Nutzung geothermischer Energie.
      • Übersicht der Bundes-Umweltförderung "Nahwärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger"
  • Wärme aus nicht-biogenen Ressourcen
    • Abwärmeauskopplung
      • Übersicht der Bundes-Umweltförderung "Abwärmeauskopplung"
    • Fernwärmeanschluss
    • Wärmepumpe
      • Übersicht der Bundes-Umweltförderung "Wärmepumpen" für Betriebe
      • Übersicht der Bundes-Umweltförderung "Wärmepumpen" für Gemeinden
    • Erdgas-Kraft-Wärme-Kopplung für Betriebe
  • Thermische Solaranlagen
    • Stromerzeugung in Insellagen auf Basis erneuerbarer Energieträger


Verdichtung von Wärmeverteilnetzen

Gefördert werden:

  • Betriebe
  • sonstige unternehmerisch tätige Organisationen
  • Vereine
  • konfessionelle Einrichtungen

Was wird gefördert?

  • Verdichtungsprojekte mit maximal 25 Abnehmern und maximal 50kW Leistung je Übergabestation
  • Anlagenteile im Eigentum des Förderwerbers, die zum Anschluss an ein Fernwärmenetz erforderlich sind

Beispiele für förderungsfähige Anlagen(teile):

  • Übergabestation
  • Rohrleitungen
  • Grabungsarbeiten

Weitere Informationen: www.umweltfoerderung.at