Förderung für den Neubau von Eigenheimen



Wie wird gefördert:

Für die Förderung zur Errichtung von Eigenheimen durch natürliche Personen, gewerbliche Bauträger und gemeinnützige Bauvereinigungen bei Reihenhäusern, Doppelhäusern und sonstigen Eigenheimen (Mindestgröße 80 m² Wohnfläche) gibt es ab Jänner 2017 folgende Varianten:

  1. Zinsenzuschüsse zu einem Hypothekardarlehen mit variabler Verzinsung, 30 Jahre Laufzeit, (ansteigende Rückzahlraten)
  2. Zinsenzuschüsse zu einem Hypothekardarlehen mit Fixverzinsung von 1%, 20 Jahre Laufzeit, (gleichbleibende Rückzahlraten)
  3. Einmaliger Direktzuschuss in Höhe von 6 % des geförderten Hypothekardarlehens

Die Varianten 2. und 3. sind befristet bis zum 30.6.2018.

 

Höhe der Förderung:

Gefördert wird die Errichtung eines Eigenheimes in "energiesparender Bauweise". Abhängig davon beträgt das geförderte Hypothekardarlehen:

Oö. Niedrigenergiehaus: 50.000 €

  • NEZ ≤ 36 kWh/m² und Jahr

NEZ (Nutzheizenergiekennzahl) kleiner gleich 36 kWh/m² und Jahr, wobei die NEZ* (NEZ berechnet ohne Wärmerückgewinnung durch allfällige Komfortlüftungsanlagen) kleiner gleich 45 kWh/m² und Jahr sein muss. Ein innovatives klimarelevantes Heizsystem (der Gruppe B) ist erforderlich (siehe "Weitere Voraussetzungen"). ODER

  • NEZ ≤ 45 kWh/m² und Jahr

Eine NEZ* von kleiner gleich 45 kWh/m² und Jahr ist Voraussetzung, sowie ein innovative klimarelevantes Heizsystem der Gruppe A ist erforderlich (siehe "Weitere Voraussetzungen"). ODER

  • Nachweis über fGEE

Der Gesamtenergie-Effizienz-Faktor (fGEE) darf für das geplante Haus nicht größer sein als der fGEE bei dem Haus gleicher Geometrie mit einer NEZ von 36 kWh/m² und Jahr mit einer Haustechniksystem-Referenzausstattung gemäß OIB RL6. Eine NEZ* von kleiner gleich 45 kWh/m² und Jahr ist Voraussetzung, sowie ein innovatives klimarelevantes Heizsystem (der Gruppe B) (siehe "Weitere Voraussetzungen").

Oö. Niedrigstenergiehaus: 53.000 €

  • NEZ kleiner gleich 30 kWh/m² und Jahr. Ein innovatives klimarelevantes Heizsystem der Gruppe B ist erforderlich (siehe weiter unten). ODER
  • Nachweis über fGEE
    Der Gesamtenergie-Effizienz-Faktor (fGEE) darf für das geplante Haus nicht höher sein als der fGEE bei dem Haus gleicher Geometrie mit einer NEZ von 30 kWh/m² und Jahr mit einer Haustechniksystem-Referenzausstattung berechnet gemäß OIB RL6. Ein innovatives klimarelevantes Heizsystem (der Gruppe B) ist Voraussetzung (siehe "Weitere Voraussetzungen").

Oö. Minimalenergiehaus: 61.000 €

  • NEZ von kleiner gleich 10 kWh/m² und Jahr. Ein innovatives klimarelevantes Heizsystem (der Gruppe B) ist erforderlich; ODER
  • Nachweis über fGEE
    Der Gesamtenergie-Effizienz-Faktor (fGEE) darf für das geplante Haus nicht höher sein als der fGEE bei dem Haus gleicher Geometrie mit einer NEZ von 10 kWh/m² und Jahr mit einer Haustechniksystem-Referenzausstattung berechnet gemäß OIB RL6. Ein innovatives klimarelevantes Heizsystem (der Gruppe B) ist Voraussetzung. (siehe "Weitere Voraussetzungen").

Der Nachweis über die Einhaltung der energetischen Voraussetzungen erfolgt durch einen kostenlosen energetischen Befund des OÖ Energiesparverbandes.

Zusätzlich werden Steigerungsbeträge gewährt: um 12.000 € für jedes Kind, das im gemeinsamen Haushalt des Förderungswerbers lebt. Für Kinder, die innerhalb von fünf Jahren ab Datum der Zusicherung geboren werden, kann der Förderungsnehmer eine Erhöhung des geförderten Hypothekardarlehens um 12.000 € beantragen;um 3.000 €, wenn das Eigenheim barrierefrei errichtet wird, Kriterien siehe Merkblatt;um 8.000 € für Verwendung von ökologischen Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen.Dabei müssen sämtliche Außenbauteile (Außenwand, oberste Decke/Dach, Kellerdecke/erdanliegende Böden – ausgenommen erdberührende Dämmung) zu 100 % mit nachwachsenden ökologischen Dämmstoffen versehen werden. Zusätze gegen Feuer, Wasser und Schädlinge sowie Stützfasern sind zulässig. Nachwachsende ökologische Dämmstoffe sind z.B. Flachs, Hanf, Holzfaser, Schafwolle, Stroh, Zellulose und Kork. Die Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert) muss kleiner/gleich 0,06 W/mK sein.

 

Anforderungen an das Hauptheizsystem:

Gruppe A:
Es ist eine Kombination der folgenden Systeme mit einer thermischen Solaranlage mit mindestens 8 m² Aperturfläche oder mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zumindest 2 kWpeak erforderlich:

  1. Heizungssysteme auf Basis emissionsarmer, biogener Brennstoffe (z.B. Hackgut-, Pelletsheizungen,...)
  2. Elektrisch betriebene Heizungswärmepumpensysteme mit einer Jahresarbeitszahl von zumindest 4 bzw. von zumindest 3,5 bei Nutzung der Wärmequelle Luft.
  3. Erdgas-Brennwert- bzw. Flüssiggas-Brennwert-Anlagen.
  4. Fern- oder Nahwärme aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Koppelungs-Anlagen im Sinn der Richtlinie 2004/8/EG über die Förderung einer am Nutzwärmebedarf orientierten Kraft-Wärme-Koppelung im Energiebinnenmarkt, ABl. Nr. L 52 vom 21.2.2004, S. 50, oder sonstiger Abwärme, die andernfalls ungenutzt bleibt.
  5. Fernwärme mit einem Anteil erneuerbarer Energie von zumindest 80 Prozent


Gruppe B:

  1. Heizungssysteme auf Basis emissionsarmer, biogener Brennstoffe (z.B. Hackgut-, Pelletsheizungen,...);
  2. Elektrisch betriebene Heizungswärmepumpensysteme mit einer Jahresarbeitszahl von zumindest 4 bzw. von zumindest 3,5 bei Nutzung der Wärmequelle Luft. Die Wärmepumpe ist entweder mit einer thermischen Solaranlage mit mindestens 4 m² Aperturfläche oder mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zumindest 1 kWpeak zu kombinieren oder mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energieträgern (Basis: Händlermix) zu betreiben;
  3. Erdgas-Brennwert- bzw. Flüssiggas-Brennwert-Anlagen in Kombination mit einer thermische Solaranlage mit mindestens 4 m² Aperturfläche oder Erdgas-Brennwert- bzw. Flüssiggas-Brennwert-Anlagen mit einem Anteil von zumindest 30 Prozent Anteil des Gases von erneuerbaren Energieträgern;
  4. Fern- oder Nahwärme aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Koppelungs-Anlagen im Sinn der Richtlinie 2004/8/EG über die Förderung einer am Nutzwärmebedarf orientierten Kraft-Wärme-Koppelung im Energiebinnenmarkt, ABl. Nr. L 52 vom 21.2.2004, S. 50, oder sonstiger Abwärme, die andernfalls ungenutzt bleibt;
  5. Fernwärme mit einem Anteil erneuerbarer Energie von zumindest 80 Prozent.


Weitere Voraussetzungen für den Erhalt der Wohnbauförderung:

  • eine NEZ* (NEZ berechnet ohne Wärmerückgewinnung durch allfällige Komfortlüftungsanlagen) von kleiner gleich 45 kWh/m² und Jahr
  • Kohle, Heizöl und Elektroheizungen dürfen als Hauptheizsystem nicht verwendet werden
  • Ökologische Mindestkriterien:
    – HFKW-freie und HFCKW-freie Wärmedämmstoffe und Baustoffe
    – Brennwerttechnik bei Gaskessel
    – raum- bzw. zonenweise Regelung der Raumtemperatur (z.B. Thermostatventil)
    – Niedertemperaturverteilsystem (Vor-/Rücklauftemperatur max. 55/45°C)
    – der Mindest-Energie-Effizienz-Index einer Umwälzpumpe muss ab 1.1.2013 zumindest dem Wert der bis zum 31.12.2012 geltenden Energieeffizienzklasse A (=EEI kleiner 0,4) entsprechen (bzw. EEI lt. EU-Richtlinie)
    – wassergetragenes Heizsystem (ausgenommen Passivhäuser)
    – kein elektrischer Durchlauferhitzer zur Warmwasser-Bereitung
    – Nachweis über die Vermeidung der sommerlichen Überwärmung
    – luftdichte Gebäudehülle mit n50-Wert höchstens 1,5 [1/h] (Niedrigstenergiehäuser) bzw. 0,6 [1/h] (Passivhäuser)
    – Vermeidung von Zirkulationsleitungen für die Warmwasserversorgung
    – fachgerechte hydraulische Einregulierung der Wärmeverteilungs-/-abgabe-Systeme

 

Nähere Information: OÖ Energiesparverband (T: 0800-205 206 oder 0732-7720-14860) und Land OÖ, Abteilung Wohnbauförderung (T: 0732-7720-14143)


Reihenhäuser & Doppelhäuser

Gefördert wird die Errichtung von Reihenhäusern und Doppelhäusern sofern die Anlage aus mindestens drei Reihenhäusern bzw. zwei Doppelhäusern besteht, deren zugeordnetes Grundstück einschließlich der verbauten Fläche im Durchschnitt für jedes Eigenheim der Gesamtanlage 400 m² nicht übersteigt. Die Reihenhäuser und Doppelhäuser müssen über eine zusammenhängende thermische Hülle verfügen. Das Eigenheim muss eine Mindestgröße von 80 m² Wohnnutzfläche aufweisen.

Niedrigenergiehaus: max. 45/36 kWh/m²a oder äquivalenter fGEE zu erreichen bzw. zu unterschreiten | 68.000 Euro
Niedrigstenergiehaus: max. 30 kWh/m²a oder äquivalenter fGEE zu erreichen bzw. zu unterschreiten | 71.000 Euro
Minimalenergiehaus: max. 10 kWh/m²a oder äquivalenter fGEE zu erreichen bzw. zu unterschreiten | 79.000 Euro

  • Eine NEZ* von kleiner gleich 45 kWh/m² und Jahr ist Voraussetzung, sowie ein innovatives klimarelevantes Heizsystem (siehe Eigenheime).
  • Zusätzlich zum Sockelbetrag werden Steigerungsbeträge gewährt (siehe Eigenheime).
  • Erhöhung um 3.000 € bei Reihenhausanlagen bei Errichtung einer oberirdischen Einzelgarage bzw. um 6.000 € bei Errichtung eines Tiefgaragenabstellplatzes, wenn dieser von der Baubehörde vorgeschrieben wird.

 

Information:

  • OÖ Energiesparverband, T: 0800-205 206 oder 0732-7720-14860
  • Land OÖ, Abt. Wohnbauförderung, T: 0732/7720-14143

Wie ist die richtige Vorgangsweise?

  1. Schicken Sie einen Bauplan (Kopie), das ausgefüllte Ansuchen "Bauteilbeschreibung" (bitte nicht mit der "Baubeschreibung" für die Baubehörde verwechseln) und eventuell einen Energieausweis (Kopie falls vorhanden) an den OÖ Energiesparverband, Landstraße 45, 4020 Linz.
  2. Der OÖ Energiesparverband erstellt aus diesen Unterlagen einen kostenlosen energetischen Befund.
  3. Der OÖ Energiesparverband nimmt im Bedarfsfall mit Ihnen Kontakt auf.
  4. Sollte Ihr Haus die geforderte Energiekennzahl nicht erreichen, können Sie sich im Rahmen einer Besprechung zu Maßnahmen schriftlich verpflichten (z.B. zusätzliche Dämmung).
  5. Mit dem Erreichen der Energiekennzahl wird Ihnen ein energetischer Befund zugeschickt, den Sie dem Antrag auf Wohnbauförderung beilegen.

 

 

Kostenlose Neubauberatung – Ablauf

Neubauberatung anfordern:

  1. telefonisch, per E-Mail, per Internet-Formular
    (Geben Sie bitte Ihre Telefonnummer an.)

  2. telefonischer Kontakt durch OÖ Energiesparverband

  3. Beratungstermin wird vereinbart

  4. Beratung erfolgt

Kostenlose Neubauberatung - Energieberatung für Häuslbauer

  • Wie erreiche ich niedrige Heizkosten?
  • Wieviel Wärmedämmung ist sinnvoll?
  • Wie senke ich die Energiekennzahl?
  • Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
  • Welches Heizungssystem passt für mein Haus?
  • Wie wird mein Haus behaglich?
  • Wie durchblicke ich die Informationsflut?
  • Wie kann ich kostengünstig und energieeffizient bauen?

Der Bau des eigenen Zuhauses ist eine Entscheidung fürs Leben. Umso wichtiger ist eine umfassende  und produktunabhängige Beratung, die Ihnen hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Energieberater/innen des OÖ Energiesparverbandes gehen in einem persönlichen Gespräch auf individuelle Fragen und Wünsche ein. Idealerweise findet die Beratung in einer möglichst frühen Planungsphase statt.

Für alle, die ein neues Eigenheim errichten wollen, bietet die Energieberatung des OÖ Energiesparverbandes  des Landes OÖ ein produktunabhängiges Beratungsangebot: Kommen Sie mit  Ihren Fragen einfach zu uns.

  • Fragen, die rasch beantwortet werden können, lassen sich oft am Telefon klären. Hierfür steht Ihnen unsere kostenlose Hotline unter 0800-205 206 zur Verfügung.  
  • Bei weitergehenden Fragen besteht die Möglichkeit, einer individuellen und kostenlosen Energieberatung durch erfahrene, geschulte und produktunabhängige Berater/innen.   


So kommen Sie zu einer Beratung:

Wir melden uns bei Ihnen und vereinbaren einen Beratungstermin. Der/Die Berater(in) steht Ihnen, je nach Ihrer Fragestellung, bis zu einer Stunde zur Verfügung.

Die Beratungen finden in Beratungsstellen in ganz Oberösterreich statt.
Eine Beratung ist auch ohne Terminvereinbarung zu den Bürozeiten des OÖ Energiesparverbandes (Mo-Do: 8.00-16.30 Uhr, Fr: 8.00-12.00 Uhr) in Linz möglich.
 
Die Beratung wird von der Abteilung Wohnbauförderung des Landes OÖ ermöglicht.
 
Produktunabhängige Energieberatung, die wirkt!